„When the going gets tough, the tough get going“

In seiner heutigen Rundmail zieht Ernst Prost Parallelen zwischen unternehmerischem Handeln, Eigenmotivation und dem Sport

Guten Morgen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

„When the going gets tough, the tough get going.“ – Wenn das Spiel hart wird, fangen die Harten erst zu spielen an. Ich liebe diesen Spruch und ich habe ihn mir vor langer, langer Zeit zu Eigen gemacht. Beim TSV Lauterbach in der Jugendmannschaft und anschließend in der ersten Mannschaft (meistens jedoch in der Reservemannschaft...) Fußball in der C-Klasse. Absteigen geht nicht mehr und mit Aufsteigen klappt es nicht so richtig :-) Gespielt haben wir trotzdem als ob es um unser Leben geht. Die Stutzen runter und dann drauf auf den Ball und auf den Gegner gleich mit. Verlieren war Scheiße, und Gewinnen der Himmel. Es ging um nichts. Nur um uns und unsere Lust am Spiel und die Leidenschaft am Bolzen. 

Wie überträgt man diese Passion auf die Arbeit? Wie schafft man es, dass man mit der gleichen Freude und der gleichen Lust, mit der man seinem Hobby nachgeht, auch die Arbeit erledigt? Gute Frage, nicht wahr? Ich glaube, sehr viel hängt schon auch von jedem einzelnen ab, wie viel Lust er selbst hat Lust zu entwickeln und wie viel Leidenschaft in ihm steckt, die dann zum Ausbruch kommt. Vom Motivieren halte ich sehr wenig. Entweder mag einer oder er mag nicht.

Jedoch: Frust ist Lustverlust. Also lassen Sie sich bitte nicht so schnell frustrieren - und schon gar nicht wegen jeder Kleinigkeit. Die Rahmenbedingungen kann ich setzen, aber der Rest muss schon von selber kommen. So mit „Tschakka, du schaffst es“ kann man vielleicht Kinder manipulieren, aber keine Erwachsenen motivieren. Lust und Leidenschaft, die Freude am Spiel, Spaß am Hobby oder an der Arbeit und Bock auf Gewinnen...Ist doch geil! Glauben Sie mir, das steckt in jedem von uns. Man muss es nur rauslassen und zulassen! Zu der damaligen Zeit bin ich auch Marathon gelaufen. Zu diesem Sport habe ich auch eine steile These: Es geht nicht um Kraft, auch nicht um Ausdauer und schon gar nicht um Schnelligkeit, sondern nur um Leidensfähigkeit...Naja, kann man darüber diskutieren. Man muss halt durchhalten und bereit sein sich zu quälen...Von nichts kommt halt nichts! 

Sehr gerne habe ich auch geboxt – aber was ich mir dabei gedacht habe, sage ich Ihnen lieber nicht. Will ja nicht, dass Sie sich über mich wundern...:-) Nur so viel: man muss auch mal einstecken können. Manchmal weniger, manchmal mehr. Die Bretter, auf die man geschickt wird, sind nicht zum Liegen bleiben da, sondern zum wieder aufstehen...Blind drauf los schlagen bringt es genauso wenig, wie die Deckung zu vernachlässigen. Abwehr und Angriff gehören zusammen. Nichts von beidem darf vernachlässigt werden. Und ohne Kondition, ohne Kraft und vor allem ohne Siegeswillen braucht man gar nicht erst in den Ring steigen. Sie sehen: Sport hat viel mit unserer Arbeit, unserer Firma und unserer Herangehensweise zu tun...und noch ein letztes: Sportler sind hart, aber immer fair!

Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende !

Mit sportlichen Grüßen

Ihr 

Ernst Prost